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Grenzen. Buchpräsentation Andrea Komlosy

Andrea Komlosy, Professorin am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien, präsentiert ihr aktuelles Buch zu räumlichen und sozialen Trennlinien im Zeitenlauf“ (Promedia Verlag, www.mediashop.at).

Mit dem Fall des Eisernen Vorhangs triumphierte die Ideologie der Grenzenlosigkeit. Systembarrieren waren gefallen. Innerhalb des EU-Schengenraumes wurden die Binnengrenzen aufgehoben. Es schien, als würde es demnächst keine Grenzen auf der Welt mehr geben. Doch bald kippte die Euphorie um die proklamierte Grenzenlosigkeit. Sie machte dem Ruf nach Wiedererrichtung von Grenzen Platz: gegenüber MigrantInnen, gegenüber chinesischen Firmenübernahmen, gegenüber einer Islamisierung der europäischen Gesellschaft und vielen anderen „fremden“ Einflüssen. Quer durch alle weltanschaulichen Lager bricht ein Konflikt zwischen zwei Fraktionen auf: „Grenzen zu“ versus „No border“. Hinter den unterschiedlichen Ideologien verbergen sich handfeste Interessen. Ob fremdenfeindlich oder fremdenfreundlich, beide Lager weisen eine Gemeinsamkeit auf: Sie instrumentalisieren die Grenze in Hinblick darauf, wie sie – durch Befestigung oder durch Abbau – dem Wohlergehen der eigenen Gruppe in der Gesellschaft bzw. der jeweiligen Vision davon nutzt.

Andrea Komlosy schreibt dagegen an, die Grenze zum Wunschbild oder Feindbild zu stilisieren. Ein historischer Blick auf die Entwicklung von Grenzen hilft dabei, ihren wechselhaften Gebrauch im Laufe der Geschichte aufzuzeigen.

Datum

11. März 2019
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Zeit

19:30 bis 22:00

Eintritt

Freie Spende

Ort

Wien
Gaußplatz 11, 1200

Weitere Informationen:

31, 5A, 5B, U4